DFB-Leadership-Netzwerktreffen – FLVW-Delegation aus Steinfurt und Ibbenbüren

Die FLVW-Delegation (v.l.) Judith Finke, Julia Dortmann und Marianne Finke-Holtz mit dem DFB-Präsidenten Fritz Keller
Die FLVW-Delegation (v.l.) Judith Finke, Julia Dortmann und Marianne Finke-Holtz mit dem DFB-Präsidenten Fritz Keller

Mit FLVW-Vizepräsidentin Marianne Finke-Holtz (Vereins- und Verbandsentwicklung, Kommission Frauenfußball, Steinfurt), Judith Finke (FLVW-Teilnehmerin an der Premiere des DFB-Leadership-Programm 2017, Preußen Borghorst, U13-Kreisauswahltrainerin) und Julia Dortmann (U32-Teilnehmerin am 1. FLVW-Leadership-Programm 2017-2018, Arm. Ibbenbüren) bildeten drei Frauen aus der Region die Delegation des FLVWs beim Leadership-Netzwerktreffen vom 24. – 26.10.2019 in der DFB-Zentrale in Frankfurt.

Zum Auftakt erfuhren die rund 40 Teilnehmerinnen aus allen 21 Landesverbänden beim Kamingespräch von DFB-Direktorin Heike Ullrich viel über ihren Einstieg und Werdegang im weltweit größten Sportverband: ihre Strategien sowie ihre Erfahrungen in der immer noch männerdominierten Welt des Fußballs beim DFB. Als Direktorin für den Bereich Vereine, Verbände und Ligen bündeln sich bei Ihr alle Belange des Breitensports und des Amateurspitzenfußballs:; sie ist zuständig für den kompletten Spielbetrieb, die Wettbewerbe DFB-Pokal, Dritte Liga oder Frauen-Bundesliga und das Schiedsrichterwesen und gilt somit als mächtigste Frau im DFB.
Am 2. Tag berichtete Sara Holmgren (Schweden, UEFA) über die Leadership-Projekte bei der UEFA zum Thema „diversity and inclusion in general | gender equality“. Sara Holmgren vermittelte einen Einblick darüber, welche Ideen für mehr Vielfalt und Frauen auch auf internationaler Ebene in Angriff genommen werden und wo zurzeit noch Nachholbedarfe bestehen.
Am Nachmittag des 2. Tages sowie am 3. Tag arbeiteten die Teilnehmerinnen in Workshops der DOSB-Führungsakademie nun jeweils selbst sehr konkret an verschiedenen Themen. So erhielten sie zu den Themen „Schwierige Gespräche konstruktiv und souverän führen“, „Macht- und Statusspiele in der sportpolitischen Arena erkennen und sie nutzen“ und „Netzwerk- und Führungskompetenzen (weiterentwickeln)“ praktische Tools zur Ressourcenstärkung, Selbstcoaching und die Unterstützung im Kollegialen Austausch.
Wie wichtig dem DFB das Programm „Leadership und Vielfalt“ ist, wurde auch dadurch deutlich, dass es sich der neue DFB-Präsident, Fritz Keller, nicht nehmen ließ, die Frauen zu begrüßen und sie eindringlich ermutigte, Verantwortung zu übernehmen. Fritz Keller hatte sich bereits bei seiner Wahl vor wenigen Wochen eindeutig für mehr Frauen in den Gremien des DFBs sowie der Landes- und Regionalverbände und auch die Förderung des Frauen- und Mädchenfußball ausgesprochen.

Julia Dortmann, Judith Finke und Marianne Finke-Holtz freuen sich nun, die Erfahrungen und Anregungen mit in ihre Arbeit im FLVW zu übernehmen.
Dort ist das FLVW-eigene Leadership-Programm mittlerweile auch zu einer Erfolgsstory geworden. Nach der Premiere in 2017/18 startet im Dezember 2019 der 2. Durchgang und im März 2020 bereits der 3. Lehrgang für Frauen. Jeweils 15 Teilnehmerinnen aus den 29 FLVW-Kreisen werden sich in 3 Modulen zur Führung, Selbstmanagement, Kommunikation und Veränderungsprozesse weiterbilden. Der FLVW ist sich sicher, dass er damit auch einem sehr guten Weg ist, die Vielfalt in den FLVW-Gremien zu erhalten – auch insbesondere durch mehr Frauen in verschiedenen Positionen – umgesetzt werden.