Die Ü35-Frauen sind Sieger des DFB-Ü35-Cup 2014 – der „Deutschen Meisterschaft“ im Ü-Spielangebot

Unglaublich und unfassbar für Spielerinnen und mitgereiste Fans. „Besser abschneiden als im Vorjahr“ und „eventuell aufs Treppchen“, so war die Maxime vor dieser Endrunde und dem Saison-Höhepunkt gewesen. Am Ende hielten die Preußen-Frauen die DFB-Schale in ihren Händen und konnte es lange nicht realisieren. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte war perfekt.

Nach der Premiere im Vorjahr in Leipzig wurde die Endrunde des Ü35-Cup am Wochenende in Münster-Gievenbeck ausgetragen. 5 Mannschaften hatten sich in deutschlandweiten Landesverbands- und Regionalausscheidungen für dieses Ü35-Turnier qualifiziert; der SC Preußen Borghorst komplettierte als Team des ausrichtenden Landesverband Westfalen das Teilnehmerfeld und war als einziges Team zum zweiten Mal dabei.
Viele Teams hatten sich als Spielgemeinschaften angemeldet und ehemalige Nationalspielerinnen und Bundesligaspielerinnen reaktivieren können. Michaela Kubat, Jeanette Götte, Heidi Vater, Claudia Mandrysch und nicht zuletzt Kerstin Stegemann, die das westfälische Team aus Borghorst verstärkte, waren nur einige Hochkaräter im Teilnehmerfeld.
Im ersten Spiel trafen die Borghorsterinnen auf die SG Sebaldsbrück (RV Nord) und entschieden den Turnierauftakt durch Tore von Nadine Siwek, Kerstin Stegemann, Melanie Waterkamp und Sylvia Augusteijn für sich. Beflügelt durch den Auftaktsieg gewannen die Preußen auch das 2. Spiel gegen die Spielgemeinschaft Marburger Land (RV Süd) mit 5:0- Toren. Torschützen waren hier Melanie Waterkamp, Sylvia Augusteijn, Maren Brumley, Nadine Siwek bei einem Eigentor.
Im letzten Spiel des ersten Turniertages war die SG Andernach (RV Südwest) der Gegner. Auch hier gingen die Preußen als Sieger hervor. 3:0 hieß es am Ende durch die Treffer von Sylvia Augusteijn und Kerstin Stegemann (2).
Verlustpunktfrei und ohne Gegentreffer nach dem 1. Turniertag – die angepeilte Bronzemedaille war schon sicher. Dramaturgisch ideal gesetzt war der Spielplan dann für Sonntag – 3 Teams hatten noch Chancen auf den Titel - nur „Endspiele“ für den SCP. Im ersten Spiel gegen den bis dato Drittplatzierten, die Ü35-Frauen vom Bundesligisten FF USV Jena, spielten beide Teams lange auf Augenhöhe. Mit einem sehenswerten Schuss in obere Ecke traf Nadine Siwek zum 1:0 nach 5 Minuten; nach einer zu kurz geratenen Abwehraktion konnte Jena noch vor der Halbzeit ausgleichen. Hochklassig war der Kampf mit Torchancen auf beiden Seiten. Sehenswerte Spielkombinationen prägten den Spielfluss. Praktisch mit dem Schlusspfiff gelang dann noch der glückliche 2:1-Siegtreffer für die Preußen. Eine scharf hereingebrachte Ecke von Kerstin Stegemann konnte ein Jenaerin nur noch ins eigene Tor abfälschen. Silber war nun sicher.
Das letzte Spiel des Turniers musste dann die Entscheidung über den Turniersieg bringen. Die SG Essen-Schönebeck, ebenso noch verlustpunktfrei, hatte sich in der ersten Partie am Sonntagmorgenmit 7:0 gegen die SG Sebaldsbrück durchgesetzt und somit die Preußen im Torverhältnis überholt. Nur ein Sieg half dem SCP-Team weiter. Die Mannschaft vom Bundesligisten Essen-Schönebeck war auf allen Positionen mit ehemaligen Bundesligaspielerinnen besetzt und somit spielerisch der Favorit der Partie. Doch das Preußen-Team machte dieses durch eine starke kämpferische Mannschaftsleistung des gesamten 14köpfigen Kaders wieder wett und konnte sich auch auf Kerstin Stegemann Schussstärke verlassen. Zweimal traf die Rekord-Nationalspielerin das Lattenkreuz, bevor sie dann in der 25. Minute nach Zuspiel von Britta Röwer und einer schönen Körpertäuschung den Ball im unteren linken Eck versenkte. Unhaltbar für Stefanie Löhr, der langjährigen Bundesliga-Keeperin aus Essen. Aufopferungsvoll wurden nun gekämpft und die knappe Führung über die Zeit gebracht. Der Jubel kannte keine Grenzen mehr!

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Abschlusstabelle DFB-Ü35-Frauen-Cup 2014
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Siegerehrung unter den DFB-Fahnen.
Siegerehrung unter den DFB-Fahnen.

Sabine Mammitzsch und Kathrin Niklas, Mitglieder im Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball,  -würdigten in der anschließenden Siegerehrung die Leistungen aller Teams. Frauenfußball auf hohem Niveau wurde gezeigt. Jeanette Götte (SG Essen-Schönebeck) wurde mit sechs Treffern als Torschützenkönigin geehrt.
Melanie Waterkamp konnte dann unter großem Jubel die Meisterschale entgegennehmen und in den Himmel recken. Ein toller Erfolg für dieses Traditionsteams des SC Preußen Borghorst, das mit der SG Essen-Schönebeck und FF USV Jena zwei Hochburgen im deutschen Frauenfußball hinter sich ließ.
„Deutscher Meister“ im DFB-Ü35-Frauen-Cup nennen dürfen sich nun Anke Mikolajetz, Susanne Doliner, Silke Bühn, Ulrike Raus, Marianne Finke-Holtz, Britta Röwer, Sylyia Augusteijn, Doris Achtermann, Melanie Waterkamp, Petra Engel, Petra Weiermann, Maren Brumley, Kerstin Stegemann und Nadine Siwek.